Grüne Smoothies – Mächtiger Zaubertrank aus grünen Blättern

Grüne Smoothies – Was steckt dahinter?

Sie sind in aller Munde: Grüne Smoothies sind die Superstars der Ernährungsszene in den letzten Jahren. Zahlreiche Lifestyle-, Ernährungs- und Gesundheitsmagazine haben das Thema “grüne Smoothies” aufgegriffen und darüber berichtet. Und das zu Recht. Blatt- und sonstiges Pflanzengrün enthält jede Menge wertvoller Nähr- und Zusatzstoffe. Das Problem nur: wir essen viel zu wenig Pflanzengrün. Die Gründe dafür sind vielfältig. Aufwändige Zubereitung, anstrengendes Kauen, ungenügendes Geschmackserlebnis oder fehlende Zeit für Salatkreationen stehen sicher weit vorn auf der Begründungsliste, warum wir viel zu wenig grüne Blätter essen.

Der grüne Smoothie löst all diese Probleme in Luft auf und beschert uns, einem Ernährungswunder gleich, eine tolle Möglichkeit, aktiv etwas für eine gesunde Ernährung zu tun. Grüne Smoothies bestehen aus Blattgrün, Obst und Wasser. Die Zutaten werden in einem Mixer mechanisch zerkleinert. Je nach Wassermenge entsteht so ein „Rohkostgetränk“ oder eine Kaltschale. Das Geheimnis hinter den grünen Smoothies ist die Kombination aus Blattgrün und süßen Früchten. Grüne Smoothies werden frisch zubereitet und getrunken oder gelöffelt.

Die Kraft der grünen Smoothies

Schon lange weisen Ernährungsberater und Wissenschaftler auf Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit hin, die in anderen Kulturen zum Selbstverständnis gehören. Wenig Fleisch, Kohlenhydrate und Fette dafür viel frisches Obst, Gemüse und eben grüne Salate bilden die Grundlage einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Doch grüne Blätter schmecken oft bitter und außerdem muss man anstrengend kauen, um sie als Rohkost in ausreichenden Mengen zu sich nehmen zu können. Da ist die Bockwurst oder der Schokoriegel oftmals die bequemere Variante des Pausensnacks.

Mit dem grünen Smoothie gibt es nun keine Ausreden mehr für Obst- und Gemüseverächter. Durch das Zerkleinern der grünen Blätter und des rohen Obstes bis zur Trinkfähigkeit können Sie plötzlich einen halben Salatkopf und einen Apfel innerhalb weniger Minuten zu sich nehmen. Grüne Smoothies stecken voller lebenswichtiger Nähr- und Zusatzstoffe.

Aufgrund der Nähr- und Zusatzstoffmenge, die grüne Smoothies enthalten, gilt diese Ernährungsinnovation als Allrounder mit weitreichend positiver Wirkung auf unseren Organismus. Rohes Obst und Blattgrün ergänzt mit Sprossen oder Samen strotzen nur so vor Inhaltsstoffen, die vor schädlichen externen Umwelteinflüssen schützen können. Vorbeugende Wirkung haben grüne Smoothies unter anderem gegenüber Erkrankungen wie Herzinfarkt, Arteriosklerose, Gehirnschlag, Alzheimer, Parkinson oder verschiedene Krebsarten ebenso wie gegenüber Stresssymptomen, Schlafstörungen, Depressionen und Burn Out. Alle Vorteile grüner Smoothies auf einen Blick:

  • Grüne Smoothies sind Lieferanten für zahlreiche Vitamine, Mineralstoffe, Antioxidanzien, Spurenelementen und Aminosäuren
  • Sie unterstützen uns bei der Regulierung des Körpergewichts
  • Sie ermöglichen es uns in jedem Alter, vom Einjährigen bis ins hohe Alter, ausreichend frische Rohkost zu uns zu nehmen
  • Sie helfen uns, einen gesunden Schlaf zu finden
  • Grüne Smoothies halten uns physisch und psychisch fit

Grüne Smoothies selber machen

Zur Herstellung grüner Smoothies benötigen Sie zwei wesentliche Komponenten: die frischen Zutaten und einen leistungsstarken Standmixer. Welche Mixer sich dafür eigenen und was Sie bei der Auswahl des geeigneten Gerätes beachten sollten, erfahren Sie in einem späteren Artikel.

Die Zubereitung eines grünen Smoothies ist denkbar einfach. Legen Sie sich alle Zutaten bereit und beginnen Sie damit, das zu verarbeitende Obst unter klarem Wasser abzuwaschen. Waschen Sie anschließend das Blattgrün, zum Beispiel einen Salatkopf, Spinatblätter oder bunt gemischte Salate.

Anschließend wird das Obst klein geschnitten oder gewürfelt. Je kleiner Sie es schneiden, desto mehr Arbeit ersparen Sie Ihrem Mixer. Geben Sie nun die Früchte zuerst in den Mixer und achten Sie darauf, dass die harten Früchte wie Äpfel ganz unten liegen. über die Früchte legen Sie die zerschnittenen Salatblätter. Zum Schluss füllen Sie etwas Wasser hinzu, verschließen den Mixbehälter mit dem dafür vorgesehenen Deckel und schalten den Mixer ein. Es ist von großer Bedeutung, dass Sie einen leistungsstarken Mixer verwenden. Denn entscheidend für den täglichen Genuss grüner Smoothies ist, dass die Konsistenz angenehm weich ist und Sie nicht dauernd auf Obstkrümel oder Blattreste stoßen beim Trinken. Lassen Sie den Mixer ruhig mit hoher Drehzahl laufen, achten Sie aber darauf, dass er nicht länger als vielleicht 30-.45 Sekunden läuft. Andernfalls wird die Temperatur um die Schneidemesser herum und damit im Mixbehälter zu warm, wodurch erste Nährstoffe Ihrer gesunden Zutaten schon verändert werden könnten.

Schmeckt das überhaupt?

Wenn man herkömmliche Literatur zu grünen Smoothies studiert, überschlagen sich die Befürworter dieser Ernährungsvariante mit Superlativen zur Beschreibung des Geschmackserlebnisses. Von nie geahnten Gaumenfreuden ist da zu lesen. Überirdische Geschmacksoffenbarungen werden versprochen, großartige Genussmomente wären das Mindeste, was man erwarten könne.

Wir bei ausgewogenERNAEHREN.de trinken nun seit einigen Monaten fast täglich grüne Smoothies. Dabei haben wir durchaus unterschiedliche Geschmäcker hergestellt. Dennoch wollen unsere Leser wissen lassen, dass der Grundgeschmack grüner Smoothies nicht jedermanns Sache sein muss. Wer grüne Salate oder rohen Spinat bisher nicht zu seinen Leibspeisen zählte, wird bei den ersten grünen Smoothies vielleicht erst einmal eine leichte Enttäuschung erleben, vor allem wenn allzu große Hoffnungen in die Werbeversprechen von beispielsweise Standmixer-Herstellern gesetzt wurden.

Grüne Smoothies schmecken in erster Linie erst einmal nach ihren Hauptbestandteilen: Grünen Blättern. Man darf sich also – etwas abhängig vom verwendeten Blattgrün – zunächst einmal auf einen leicht erdigen, sehr „salatigen“ Grundgeschmack einstellen. Dieser bleibt nach den Erfahrungen des Autors auch weitgehend erhalten. Die Beimengung frischer Früchte wie Äpfel, Birnen, Orangen oder Bananen bringt Frische und oftmals eine gewisse Süße in das Geschmacksensamble, komplett neutralisieren können die Früchte den erdig-salatigen Grundgeschmack freilich nicht. Notorische Grünzeugmuffel sollten sich dennoch nicht davon abhalten lassen, grüne Smoothies zu probieren. Irritiert der erdige Salatgeschmack zu Beginn vielleicht noch ein wenig, so gewöhnen sich die Geschmacksknospen nach spätestens zwei, drei Wochen daran. Entscheidend dafür, dass das Trinken oder Löffeln grüner Smoothies zur dauerhaften Gewohnheit wird, sind zwei Dinge: die Blätter und Früchte werden von einem leistungsstarken Mixer wirklich vollständig zerkleinert und man findet nach einer Experimentierphase die Richtige Menge zugesetzten Wassers, um die Gesamtkonsistenz auf ein angenehmes und trinkfreundliches Niveau auszubalancieren.

10 Tipps zu Grünen Smoothies

  1. Mixen Sie auf Vorrat

Wenn Sie Ihren grünen Smoothie in den Kühlschrank stellen, dann oxidiert er kaum und hält sich zwei bis drei Tage frisch. Er behält dabei auch einen Großteil seiner Nährstoffe. Aus physikalischen Gründen trennen sich die Pflanzenbestandteile und das Wasser relativ schnell voneinander – kurzes Umrühren hilft und Ihr Smoothie sieht wieder so lecker aus wie am ersten Tag.

  1. Stellen Sie nicht gleich Ihre Ernährung um

Regelmäßig grüne Smoothies zu trinken können Sie getreu unserer Gesundheitssparschweintheorie (mit link) als Einzahlung auf Ihr persönliches Gesundheitskonto betrachten. Sie müssen nicht gleich Ihre komplette Ernährung umstellen. Trinken Sie einfach immer öfter einen grünen Smoothie während Sie ansonsten weiter essen, wie Sie es gewohnt sind.

  1. Mixen Sie ganz nach Ihrem Geschmack

Was für die gesunde Ernährung generell gilt, gilt insbesondere auch für den grünen Smoothie: Mixen Sie die Zutaten nach Ihrem eigenen Geschmack. Dann ist Ihr grüner Smoothie nicht nur Ihr Powerlieferant von zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen, sondern gleichzeitig ein ausgesprochen leckeres Genussmittel.

  1. Resteverwertung: Gemüsegrün

Fragen Sie einmal Ihren Obst- und Gemüsehändler oder Ihren Biomarkt nach dem Grün des zum Verkauf angebotenen Gemüses. Entweder landet dieses in einer separaten Kiste oder Ihr Fachverkäufer achtet beim nächsten Einkauf darauf, Ihnen das Grün an Möhren und Radieschen einfach dran zu lassen. So kommen Sie oftmals sogar kostenlos an wertvollen Smoothie-Rohstoff.

  1. Warmes Wasser im Winter

Ist Ihnen beim Trinken Ihres grünen Smoothies öfter kalt? Dann probieren Sie es doch einfach mal mit (lau)warmem Wasser bei der Zubereitung. Schon ein paar Grad unterschied in der Trinktemperatur können das Geschmackserlebnis Ihrer Smoothies deutlich verbessern.

  1. Grüne Smoothies für unterwegs

Bleibt von Ihrem frisch zubereiteten grünen Smoothie am Morgen etwas übrig, füllen Sie den Rest in eine Glas- oder Thermosflasche. So haben Sie auch unterwegs Ihren „Zaubertrunk“ immer dabei.

  1. Beugen Sie mit grünen Smoothies Erkältungen vor

In der kalten Jahreszeit können Sie Ihre Smoothies noch zusätzlich tunen, um Erkältungen vorzubeugen: Mischen Sie Koriander, Ingwer, Chili, Kardamom, Nelken oder Zimt in Ihren grünen Smoothie.

  1. Tiefkühlbeeren tun es auch

Appetit auf Himmbeeren im Smoothie, aber weit und breit findet sich kein Himbeerstrauch? Tiefgefrorene Beeren eignen sich fast so gut wie frische für Ihren grünen Smoothie. Sie enthalten noch einen Großteil ihrer ursprünglichen Nährstoffe und Vitamine. Tauen Sie die Beeren am besten im Kühlschrank langsam auf, dann kommen Geschmack und Süße am besten zur Geltung. Sie können die benötigte Menge Beeren zum Beispiel schon zu Wochenbeginn in einen Behälter in den Küöschrank stellen, dann ersparen Sie sich das tägliche Auftauen.

  1. Verwenden Sie auch Früchte mit löslichen Ballaststoffen

Das Geheimnis, warum manche Green Smoothies klumpig, faserig oder gar holzig in der Textur erscheinen und manche nicht liegt in der Art der Faserstoffe, die zerkleinert werden. Es gibt lösliche und nicht lösliche Faserstoffe. Nicht lösliche Faserstoffe sorgen für das erwähnte unangenehme Mundgefühl bei grünen Smoothies. Lösliche Faserstoffe hingegen machen den Smoothie weich und sämig. Lösgliche Faserstoffe sind unter anderem enthalten in Kiwis, Erdbeeren, Bananen, Birnen, Mangos, Pfirsische, Papaya.

  1. Reinigen Sie Ihren Mixerbehälter gleich nach Gebrauch

Nach dem Mixen und Ausgießen sollten Sie den Behälter Ihres Mixers umgehend mit warmem Wasser und etwas Aufwaschmittel befüllen. Bleibt der benutzte Behälter erst den ganzen Tag in der Küche stehen, lassen sich die angetrockneten Pflanzenteile nur äußerst mühsam wieder entfernen.

Grüne Smoothies Rezepte

Das Grundrezept

Zur Erinnerung: in den Mixer kommen lediglich drei Zutaten. Grüne Blätter, Früchte und Wasser. Auf Basis dieser Grundregel lassen sich umgehend Basisrezepte für green smoothies ableiten, ni dem die zwei veränderlichen Bestandteile variiert werden.

Grundrezept Varianten:

Gartensalat + Apfel + Wasser

Eisbergsalat + Birne + Wasser

Junger Spinat + Mango + Wasser

Feldsalat + Banane + Wasser

Sie haben das Muster erkannt, die Kombinationen ließen sich beliebig fortführen.

Die Zubereitung selbst findet immer nach derselben Methode statt. Wir erläutern sie deshalb nur einmal am Beispiel eines Feldsalat-Apfel-Orangen-Smoothies.

Rezept für grünen Smoothie

Zutaten: 1/2 Kopfsalat, 2 Handvoll Feldsalat, 1 Apfel, 1 Orange, 0,5l Wasser

Ergibt zwei bis drei Portionen. Waschen Sie die Salate gründlich ab, entfernen Sie beim Kopfsalat den Strunk und zerschneiden Sie den halben Kopf grob. Entfernen Sie Blüten und Stil des Apfels, bei Bedarf auch das Kerngehäuse, das aber ebenso auch mit zerhäckselt werden kann. Schneiden Sie den Apfel in kleinere Stücke (etwa Achtel-Stücke). Orange schälen und ebenso achteln. Obst in den Mixer geben, Kopf- und Feldsalat obenauf legen, zum Schluss Wasser in den Mixerbehälter einfüllen. Mixer verschließen und mit kleinerer Drehzahl anfangen zu zerkleinern. Sobald das Schneidwerk die Zutaten erfasst hat, Geschwindigkeit bis auf höchste Stufe erhöhen und alle Zutaten bis zur kleinstmöglichen Größe pürieren. Achten Sie darauf, dass der Mixinhalt nicht zu stark erhitzt wird beim Püriervorgang. Wenn Sie einen leistungsstarken Mixer besitzen, sollte der Mixvorgang nicht länger als 30 bis 45 Sekunden dauern. Fertig!

Süße grüne Smoothies (für Einsteigergeschmäcker geeignet)

Süße Variante 1

1 reife Banane, 2 Äpfel, 2 Handvoll Blattspinat, Grün von 4 Möhren, 0,5l Wasser

Süße Variante 2

1/2 Ananas, 1 Banane, 1,5cm Ingwer (geht auch ungeschält), 1/2 Kopfsalat, 0,25l Wasser

Süße Variante 3

1 entkernte Mango, 2 Nektarinen (schälen, Kerne entfernen), 15 Kirschen (ohne Kern), 200g Feldsalat, 1/2 Bund Petersilie, 1/4 geschälte Zitrone, 1/2l Wasser

Herzhafte grüne Smoothies

Herzhafte Variante 1

2 Birnen, 1 geschälte Pampelmuse, 125g Feldsalat, 6 Blatt Grünkohl, 1/4l Wasser

Herzhafte Variante 2

1/2 Avocado, 4 Tomaten, 1/2 Kopf Eisbergsalat, 4 Rote-Beete-Blätter, 6 Rosmarin-Nadeln, 1 frisches Lorbeerblatt, 5 entkernte Oliven, 1/2l Wasser

Herzhafte Variante 3

1/2 Avocado, 1 geschälte Zitrone, 1 Handvoll Spinat, 4 Stangen Staudensellerie, 1/2l Wasser

Haben Sie schon Erfahrungen mit grünen Smoothies gesammelt? Seit wann sind Sie “auf grünem Smoothie” und wie hat der Zaubertrank Ihr Leben verändert? Schreiben Sie Ihr spezielles Lieblingsrezept für grüne Smoothies in die Kommentare, wir sind schon gespannt.

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